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Überwältigendes Votum der Wirtschaft zum Weiterbetrieb des Airport Niederrhein
Die Wirtschaft setzt voll auf den Airport Niederrhein / Kreis Kleve und
unterstreicht seine regionalpolitische Bedeutung. Das ergab eine
Blitzumfrage der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer
Duisburg-Wesel-Kleve unter 1.500 Unternehmen aller Branchen in ihrem
Bezirk. Vorgestellt wurden die Ergebnisse am Freitag, 27. Januar, bei
der IHK-Jahrespressekonferenz in Duisburg. Hintergrund der Umfrage war
das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster, das die
Betriebsgenehmigung für den Airport untersagt hatte.
Gestartet wurde die Befragung am 17. Januar. Innerhalb von nur acht
Werktagen lagen 340 Rückmeldungen (ca. 23 %) vor. IHK-Verkehrs- und
Logistikexperte Werner Kühlkamp: „Das
ist eine herausragende Quote, wie sie nicht einmal längerfristig
angesetzte Befragungen auch nur annähernd erreichen. Die Botschaft aus
den Antworten ist eindeutig. Etwa 91 Prozent weisen dem Airport
regionalwirtschaftliche Bedeutung zu. Sogar 96 % stimmen dafür, dass
sich die Politik in Bund und Land nachdrücklich für den Erhalt des
Flughafens einsetzt. Zudem werden Land und Bezirksregierung aufgerufen,
alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die Betriebsgenehmigung
für den Flughafen zu erhalten beziehungsweise zu erneuern und damit
endlich Rechtssicherheit für die betroffenen Unternehmen zu schaffen.“
Geantwortet hatten 147 Unternehmen aus dem Kreis Kleve, 114 aus dem
Kreis Wesel sowie 79 aus Duisburg. Insgesamt repräsentieren sie rund
40.000 Beschäftige in allen Branchen. Das sind mehr als zehn Prozent
aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im IHK-Bezirk.
Befragt wurden die Unternehmen auch, ob sie negative Folgen durch die
Schließung des Flughafens sehen. Hier antworteten 256 (rund 75 %) mit
ja, 67 (knapp 20 %) mit nein. Insgesamt 273 (rund 80 %) gaben an, dass
ihr Unternehmen den Airport bereits nutzt, 54 (knapp 16 %) nicht.
IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Stefan Dietzfelbinger: „Die
Position der Wirtschaft am Niederrhein pro Airport bestätigt uns in
unseren Anstrengungen zur Weiterentwicklung des Flughafens, den wir von
Anfang an als wichtiges Konversionsprojekt im Strukturwandel gefördert
haben. Wir sind zuversichtlich, dass der Motor Airport künftig auf
Hochtouren laufen wird. Das bringt auch die so dringend benötigten
Arbeitsplätze in der Region.“
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